Angst

Pathologische Angst und Panik

 

Es gibt viele Entstehungsursachen und Auslöser von pathologischer Angst und Panik. Pathologische Angst ist jedoch in vielen Fällen zu einem großen Teil auch gelernt. Das ist eine gute Nachricht und gleichzeitig einer der wichtigsten Ansätze der Angst-Therapie. Denn was gelernt werden kann, kann im Rahmen einer Psychotherapie auch wieder verlernt werden. Angststörungen lassen sich gezielt behandeln.

Angst Angststörungen Panik Psychotherapie
Vermeidung hält Angst aufrecht!

Die Ablehnung, sich mit der Angstursache auseinanderzusetzen und das daraus entstehende Vermeidungsverhalten tragen in hohem Maße zur Aufrechterhaltung der Angst bei.

Pathologische Angst und Panik


Während gesunde, den Ereignissen unseres Lebens angemessene Angst, für uns eine Schutz- und Warn-Funktion hat, sollte pathologische Angst (unangemessene Angst, die in Situationen auftritt, die für uns üblicherweise nicht angstauslösend sind und die zu inadäquater Angst-Belastung führt) unbedingt behandelt werden. Denn nicht selten dehnen solche Ängste ihren Wirkungskreis aus und erobern sich zunehmend mehr Lebensbereiche.

Pathologische Ängste können chronifizieren, sich in ihrer Intensität verstärken, zu weiteren psychischen Komplikationen und seelischen Folge-Störungen führen.

Angst-Kreislauf


Bei der Entstehung und Aufrechterhaltung von Angst mit Kranheitswert treten vier Aspekte in den Vordergrund:

  • Ungewohnte Ereignisse oder Zustände erregen unsere (Aufmerksamkeit (oft auch verbunden mit einer unangemessen intensiven Wachsamkeit) und wir bringen diese mit einer drohenden Gefahr in Verbindung.
  • Mit weiterer Beobachtung und erhöhter Wachsamkeit prüfen wir fortan ständig, ob diese gefährlichen Ereignisse/Zustände weiterhin auftreten und sich wiederholen.
  • Angst vor einem erneuten Auftreten und Entstehen bewirkt die Vermeidung der gefahr-assoziierten auslösenden Situtation, der Ereignisse oder Zustände, der Handlung bzw. der Menschen/Tiere.
  • Weil unser Vermeidungsverhalten uns den belastenden Kontakt mit der angstauslösenden Situation „erspart“ und wir gerade deshalb nicht lernen, dass beim nächsten Mal von der erneut erlebten angstbesetzten Situation keine Belastung ausgelöst wird, halten wir an der nun erlernten Angst fest (Negative Verstärkung).
Die erlebten Angst-Gefühle haben die Tendenz, sich weitere Lebensbereiche zu erobern und chronisch zu werden. Oft kommen weitere Angstauslöser hinzu. Mit der Zeit kann so ein „Angst-Gebäude“ mit einer gewissen Angst-Struktur entstehen, das die Bewältigung von Alltag/Beruf erheblich einschränken kann.
 

Auflösung


Angst ist nicht immer rational begründet und in sehr vielen Fällen erlernt. Damit lässt sich Angst aber auch wieder „verlernen“. Hierzu gibt es wirksame therapeutische Verfahren und Techniken, welche diesen Prozess unterstützen.