Partnerschaft und Familie

Corona-Auswirkungen auf Partnerschaft und Familie


Unser Selbstwert, unsere emotionale Stabilität sowie unsere erste soziale Basiskompetenz entstehen in unserer Herkunftsfamilie. Unserer Partnerschaft und Familie kommt damit eine hohe Bedeutung für die Entwicklung unserer Persönlichkeit zu.

Dieses für uns so wichtige soziale System ist jedoch gefährdet. Es ist den Einwirkungen unserer Gesellschaft, den Einflüssen von Politik und Wirtschaft und, wie wir seit 2020 erfahren haben, gesundheitsbedrohenden Pandemien ausgesetzt. Dies haben wir weltweit durch die Corona-Pandemie erfahren.

So gehen zunächst direkte Gesundheitsgefährdungen von dieser Pandemie aus, jedoch auch indirekte Belastungen für jeden einzelnen Menschen durch die daraus entstehenden Lebenssituationen.

Seit Beginn der Corona-Pandemie nehmen die seelischen Belastungen weiter zu. Sie sind in vielen Fällen so ernst, dass zeitnah gehandelt werden sollte. Die vorliegende Seite zur Hilfe bei Corona-Folgen beschreibt die wichtigsten Ansatzpunkte.

Durch die entstandene Corona-Pandemie sind Menschen weltweit vor völlig neue Situationen und Herausforderungen gestellt. Dabei ist es wichtig, zu sehen, dass sich die psychischen Belastungen auch bei sinkenden Infektionszahlen und selbst bei einer Normalisierung unserer Lebenssituation nicht einfach abschalten lassen. Über die Zeit hinweg sind oft kritische Situationen, negative Denkmuster, erhebliche Ängste und übergriffige Handlungen entstanden, die sich über längere Zeit auswirken und die betroffenen Menschen mittel- bis langfristig belasten können.

Belastungen und Hilfe bei Corona-Folgen

  • Verlust geliebter Menschen aus Familienkreis und Freundeskreis
  • Schwere Erkrankung von Familien-Mitgliedern oder Freunden durch corona-bedingte Infektion
  • Vermeidung bzw. erhebliche Einschränkung direkter sozialer Kontakte
  • Vermeidung körperlicher Berührungen (Umarmungen, Händeschütteln etc.)
  • Schwer erkrankte, ältere und pflege-bedürftige Menschen leiden an Vereinsamung (zu Hause, in Kliniken oder in Senioren-/Pflegeheimen).
  • Die psycho-soziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ist erheblich gestört. Sie können den Umgang mit Emotionen und sozialen Bedürnissen nicht ausleben/trainieren.
  • Die freie Bewegung in der Natur, in öffentlichen Einrichtungen, Geschäften und Betrieben ist erheblich eingeschränkt.
  • Das längere Tragen von Mund-Nase-Schutzmasken fällt Menschen mit Herz-/Kreislauf-Erkrankungen und Atemwegserkrankungen sehr schwer. Sie können nicht mehr frei atmen.
  • Durch die Arbeit zu Hause im Home-Office sowie durch geschlossene Schulen, Kindertagesstätten konzentriert sich der Aufenthalt aller Familien-Mitglieder in der eigenen Wohnung (räumliche Enge, fehlende Rückzugsmöglichkeiten, konzentriertes Arbeiten erschwert, weitreichende Ablenkungen, hohes Konfliktpotential).
  • Unzufriedenheit, Frustration und Aggressionen können, letztlich auch durch stark eingeschränkte/fehlende Sport-Möglichkeiten, nicht angemessen kanalisiert werden.
  • Angst vor Arbeitslosigkeit
  • Finanzielle Unsicherheit
  • Fehlende Abstimmung mit Kollegen und Vorgesetzten
  • Fehlende Integration in die Organisation des Arbeitgebers durch Home-Office-Regelungen
  • Gewalt und/oder sexuelle Übergriffe etc.

In meiner Praxis ist es möglich, speziell auf diese Belastungen mit entsprechenden Behandlungen einzugehen.

Partnerschaft und Familie

Die Corona-Pandemie führt bei Menschen weltweit zu einer erheblichen Zunahme psycho-sozialer Belastungen. Besonders betroffen sind in diesem Zusammenhang Lebenspartnerschaften, Familien, Kinder und Jugendliche, Senioren sowie kranke und pflegebedürftige Menschen, welche die Auswirkungen der Krise mit all den geltenden Einschränkungen und Veränderungen in ihren beengten Wohnverhältnissen nicht mehr angemessen ausregeln können.